IT-Sicherheit in der Zahnarztpraxis: Worauf Sie jetzt besonders achten müssen
IT-Sicherheit (oder IT Security bzw. Informationssicherheit) umfasst alle Maßnahmen, die Ihre digitalen Systeme, Netzwerke und Daten vor potenziell unbefugtem Zugriff, Manipulation, Verlust oder Zerstörung erfolgreich schützen. In Zahnarztpraxen und der zugehörigen, gesamten IT-Infrastruktur geht es dabei vor allem um drei zentrale Ziele:
1. Vertraulichkeit
Nur berechtigte Personen dürfen Patientendaten einsehen.
Typische Maßnahmen in der Praxis:
- Benutzerkonten mit individuellen Rechten (z. B. Anmeldung per Passwort, Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Multi-Faktor-Authentifizierung)
- Verschlüsselte Datenübertragung, etwa beim Versand von Befunden oder beim Zugriff auf externe Dienste
- Schutz vor Ausspähung durch Schadsoftware (aktueller Virenschutz, sichere E-Mail-Nutzung, keine unsicheren USB-Sticks)
- Bildschirme so positionieren, dass Unbefugte (z. B. im Wartezimmer) keine Einsicht haben
2. Integrität
Daten müssen vollständig, korrekt und unverändert bleiben.
In der Zahnarztpraxis bedeutet das:
- Behandlungsdokumentationen, Röntgenbilder, Fotos, Heil- und Kostenpläne sowie Abrechnungsdaten dürfen nicht unbemerkt verändert werden
- Protokollierung von Zugriffen und Änderungen (Wer hat wann was dokumentiert?)
- Einsatz geprüfter Softwarelösungen und zuverlässiger Schnittstellen
So bleibt Ihre Dokumentation auch gegenüber KZV, Gutachtern und Gerichten belastbar.
3. Verfügbarkeit
Systeme und Daten müssen dann zur Verfügung stehen, wenn sie gebraucht werden:
- Praxisverwaltungssoftware, Röntgensoftware oder Terminplanung dürfen nicht durch Ransomware, Hardwaredefekte oder Fehlkonfigurationen ausfallen
- Regelmäßige, getestete Backups (inklusive Notfallplan für die Wiederherstellung)
- Klare Abläufe für den IT-Notfall (z. B. Notfall-Terminliste, papierbasierte Übergangsdokumentation)
Ein IT-Ausfall kann schnell dazu führen, dass Patienten nicht behandelt und Leistungen nicht abgerechnet werden können – mit direkten wirtschaftlichen Folgen.
IT-Sicherheit: Zusammenspiel aus Technik, Organisation und Mensch
Um diese Schutzziele zu erreichen, müssen Sie auf verschiedene Maßnahmen setzen:
Technische Maßnahmen
- Firewall und aktueller Viren-/Malware-Schutz
- Verschlüsselung von Festplatten, mobilen Geräten und Datensicherungen
- Starke Passwörter und ggf. Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Detaillierte Zugriffskontrollen
- Regelmäßige Backups inkl. Offline-Backup
- Zeitnahe Installation von Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Praxissoftware
- Sicher konfiguriertes Praxis- und Gäste-WLAN
Organisatorische Maßnahmen
- Geklärte Zuständigkeiten für IT, Datenschutz und IT-Sicherheit
- Schriftliches IT-Sicherheitskonzept
- Geregelte Prozesse für:
- Onboarding/Offboarding von Mitarbeitenden
- Rechtevergabe
- Umgang mit mobilen Datenträgern
- Nutzung privater Geräte (BYOD-Regelung)
- Dokumentation von Vorfällen und eingeleiteten Maßnahmen
Menschliche Maßnahmen
- Schulungen zur Erkennung von Phishing-Mails und Social Engineering (regelmäßig)
- Sensibilisierung für Datenschutz im Alltag (Telefon, Empfang, E-Mail)
- Klare Meldewege bei Sicherheitsvorfällen
- Keine Installation unbekannter Software oder Öffnen verdächtiger Anhänge
Warum IT-Sicherheit in Zahnarztpraxen besonders sensibel ist
Zahnarztpraxen verarbeiten Gesundheitsdaten – eine der sensibelsten Datenkategorien nach DSGVO. Ein IT-Sicherheitsvorfall ist daher fast immer auch ein Datenschutzverstoß mit möglichen Folgen:
- Meldepflicht gegenüber Datenschutzaufsichtsbehörden
- Informationspflicht gegenüber betroffenen Patienten
- Bußgelder und Reputationsschäden aufgrund sensible Daten
- Wirtschaftliche Schäden durch Ausfallzeiten und Wiederherstellungsaufwand
Hinzu kommen berufsrechtliche und vertragszahnärztliche Anforderungen (z. B. KZBV-Vorgaben, neue IT-Sicherheitsrichtlinie ab 2026).
Wichtiger Hinweis zu diosMP Steridat Version 1.5 und diosLOG-Box:
Im Zuge der gestiegenen Anforderungen an IT-Sicherheit und Updatefähigkeit besteht für Anwender der folgenden Software-Produkte dringender Handlungsbedarf:
- diosMP Steridat Version 1.5
- diosLOG-Box
Bisher kamen die beiden Software-Produkte ohne regelmäßige Updates aus. Unter den aktuellen und kommenden IT-Sicherheitsanforderungen gelten aber verschärfte Regelungen und wir dürfen diese Lösungen nicht mehr aktiv anbieten, da dauerhaft fehlende Sicherheits- und Funktionsupdates ein nicht akzeptables Risiko für Ihre Praxis-IT darstellen. Dazu haben wir die betroffenen Kunden bereits schriftlich kontaktiert und über Lösungen informiert.
Für den Fall, dass Sie diese Produkte aktuell noch im Einsatz haben oder eine Ablösung planen, unterstützen wir Sie gerne: Bei Bedarf erstellen wir Ihnen sehr gerne ein individuelles Angebot für eine zukunftssichere, updatefähige Lösung, die zu Ihrer Praxisgröße, Ihrer bestehenden IT-Umgebung und Ihren Datenschutzanforderungen passt und dem aktuellen Stand entsprechen.
Kontaktieren Sie uns jetzt für ein unverbindliches Angebot
Wie diosZX, diosMP und diosDM zur IT-Sicherheit beitragen
1. Regelmäßige Sicherheits- und Funktionsupdates
- Schließen bekannte Schwachstellen und reduzieren Angriffsflächen
- Stellen sicher, dass Ihre Systeme aktuellen IT-Sicherheitsstandards entsprechen
- Reduzieren Kompatibilitäts- und Stabilitätsprobleme
- Unterstützen die Nachweisführung gegenüber KZV und Datenschutzbehörden
Gerade im Hinblick auf die neue IT-Sicherheitsrichtlinie ab 2026 wird ein verlässliches Update-Management unerlässlich.
2. Stabile, integrierte Systemlandschaft
- Reduzierte Anzahl von Schnittstellen und Einzelsystemen
- Weniger Schnittstellenprobleme = weniger potenzielle Einfallstore für Angriffe
- Einheitliche Benutzer- und Rechteverwaltung über alle Module hinweg
- Höhere Verfügbarkeit durch abgestimmte Komponenten
Das erleichtert die konsistente Zugriffssteuerung und macht Ihre Praxis-IT insgesamt robuster.
3. Unterstützung bei Datenschutz und Dokumentation
- Strukturierte Abläufe und klare Workflows
- Protokollierung von Zugriffen und Änderungen
- Funktionen, die auf gesetzliche Anforderungen und KZBV-Vorgaben abgestimmt sind
- Unterstützung bei revisionssicherer Ablage wichtiger Dokumente
Unsere Softwarelösungen diosZX, diosMP und diosDM bilden in ihren aktuellen Versionen einen zentralen Baustein Ihrer IT-Sicherheitsstrategie und gewährleisten, die neue IT-Sicherheitsrichtlinie ab 2026 sowie die bestehenden Pflichten aus der DSGVO intern sicher zu erfüllen.
Weitere Informationen zu unseren Softwareprodukten finden Sie hier:
diosZX – Praxisverwaltungssoftware

